Crada im Interview

von unter Interview, Specials.

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Hey Freunde,

es gibt mal wieder ein Interview auf JD’s Rap Blog. Diesmal gibt es ein Interview mit dem Produzenten Crada. Crada wurde in letzten Monaten vor allem bekannt durch Produktionen für Drake (mit Alicia Keys), Kalib Tweli, Nas und Nneka. In Deutschland produzierte er schon für Curse, Olli Banjo, Franky Kubrick und Reno.

Wie war die Zeit nach der Album-Veröffentlichung von Drake? Danach sind aus der Szene doch sicher einige Leute auf dich zugekommen, andere Rap-Medien und oder Rap-Künstler. Wie lief das ab?
Die Resonanz war super! Dabei darf man nicht vergessen, dass das Release mit Kid Cudi auch gerade mal erst ein Jahr her ist, was ja auch einigen Wirbel gemacht hat. Der Run hält seitdem an und es macht wahnsinnig Spaß mit so vielen guten Künstlern zu arbeiten!

Wenn man den Namen Crada hört, denken viele wohl direkt als erstes an Fireworks“. Nach so einem Erfolg, ist es da schwer die eigene Aufmerksamkeit und vor allem die der Medien wieder auf andere Dinge zu lenken?
Ich denke es gibt keine bessere Assoziation als einen guten Song! Aber eigentlich mache ich mir gar keine Gedanken darüber. “Fireworks” ist im November 2009 entstanden. Der Song ist für mich demnach schon wieder ein Jahr alt. Meine Aufmerksamkeit ist also schon längst wieder auf andere Dinge gerichtet. Der öffentliche Fokus wird sich dann auch mit der Veröffentlichung von neuen Projekten verschieben. Und das wird ganz automatisch passieren, wenn das nächste große Ding rauskommt.

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Dein größter Erfolg war sicher die Produktion für Drake. Allerdings hast du auch viel in Deutschland gemacht. Ich denke da an Olli Banjo, Franky Kubrick, Reno uvm. Was wird mit deutschen Rap-Künstlern und dir in Zukunft so anstehen?
Ja, das auf jeden Fall! In Deutschland passiert ja leider nicht mehr so wahnsinnig viel was Rap angeht. Ich arbeite gerade an Rasul’s letzten Songs, die wirklich großartig geworden sind und die mir extrem wichtig sind! Außerdem hab ich nen Song mit Casper gemacht, den ich sehr gut finde. Dann habe ich gerade für Culcha einen Song für ihr Best Of-Album produziert und einen Beat für die deutsche Version von Def Jam Rapstar beigesteuert.

7inch hat vor kurzen eine Remix-EP für Drake gemacht, wäre ein solches Projekt auch eine Sache für dich?
Remixes machen mir sehr viel Spaß, aber so eine komplette EP macht momentan keinen Sinn für mich. Ich finde es allerdings cool, dass er das gemacht hat!

Andere Kollegen von dir haben schon ein Produzenten-Album veröffentlicht bzw. planen es. Gibt es dies bezüglich auch Pläne von dir?
Ich plane da schon länger etwas, aber das wird noch nicht verraten (lacht).

Im Interview mit HipHop.de hast du erzählt, dass du viel mit Curse zusammen gearbeitet hast. Was ist daraus geworden?
Gute Musik! (lacht) Früher oder später wird es da auch was zu hören geben!

Dazu hast du nun für Talib Kweli produziert und für Nas & Nneka Remixes gemacht. Wie kam es dazu?
Bei dem Kweli-Song ging es um ein künstlerisches Projekt namens “Typographic Ballett” in Berlin. Kweli hatte mich dafür explizit angefragt, was mich extrem gefreut hat! Der Song geht sieben Minuten und ist aufgeteilt in drei verschiedene Akte. Ein Video dazu könnt ihr auf meiner Website www.crada.de auschecken! Bei dem Remix ging es um eine Radio-Version von “Heartbeat” für den US-Markt. Da kam die Anfrage von Nneka’s Label. “Heartbeat” ist einer meiner absoluten Lieblingstracks und dementsprechend gefreut habe ich mich über die Zusammenarbeit! Beide Songs sind super geworden!

In der Juice Top 20 der besten Produzenten bist du auf Platz 16 gelandet. Zufrieden stellend oder enttäuschend? Was hältst du von solchen Wahlen“?
Ich habe ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet in dieser Liste aufzutauchen, weil ich ja jetzt nicht so viel mit Deutsch-Rap zu tun hatte wie die anderen Produzenten in dieser Liste. Umso mehr war ich natürlich positiv überrascht! Hat mich wirklich sehr gefreut! Solche Wahlen finde ich immer ganz interessant!

Ich hab das Gefühl die Produzenten-Szene in Deutschland hat einen kleinen Push bekommen. Man liest mehr und mehr Interviews und auch hier und da interessante News. Empfindest du das auch so und wenn ja, wie meinst du kommt so was?
Ich denke der Großteil der deutschen Produzenten arbeitet einfach beständiger und produktiver als die meisten deutsche Rapper momentan. Und irgendwer muss die News-Seiten ja füllen (lacht).

Allerdings glaube ich, dass in der Szene noch viel mehr geht. Was fehlt in der Produzenten-Szene bisher noch? Was könnte besser sein?crada

Es passiert ja schon sehr viel. Viele deutsche Produzenten, die aus dem Rap kommen haben sich auch im Pop etabliert. Was fehlt sind allerdings Produzenten, die auch als Künstler erfolgreich sind. Die großen Produzenten in den USA sind immer auch Künstler: Kanye, Timbaland, Pharrell, Dr. Dre etc. Allerdings glaube ich, dass es in Deutschland dafür momentan noch keine Plattform gibt.

Ich habe zwar schon nach einem Remix-Projekt, einem Produzentenalbum und nach der Zusammenarbeit mit deutschen Künstlern gefragt, aber gibt es darüber hinaus noch Projekte, die du verfolgst und die bald rauskommen werden?
Das wird noch nicht verraten. Aber ihr könnt euch auf sehr viel gute Musik freuen!

Natürlich darf eine Scrubs-Frage nicht fehlen. Schaust du die Serie? Wenn ja, hast du einen Lieblings-Charakter und eine Lieblingsszene?
Scrubs ist eine meiner absoluten Lieblingsserien aller Zeiten! Mein Lieblings-Charakter ist Dr. Cox. Lieblings-Szene: “Everything comes down to poo”!

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    du hast das brainstorming vergessen! schnell noch ne myspace mail hinterherjagen und hinzufügen!

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    • http://jds-rap-blog.de/ JD

      Du scheinst meinen Blog ja zu lieben :)

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