Hallo Freunde,
ich habe den Blog-Relaunch und ein passendes Special schon vor Monaten angekündigt, nun ist es soweit. Ich präsentiere stolz das Interview mit Falk Schacht und mein neues Blog-Design (by 3t-Production). Ich sprach mit Falk Schacht überwiegend über die aktuelle Musik-Szene, die illegalen Downloads und die Entwicklung der CD und MP3. Von der Struktur, also vor allem auch der Inhalt der Navigation wird sich noch etwas ändern. Ich hoffe ich kann Euch mit dem Blog-Design überzeugen. Mir persönlich gefällt es mega gut, jetzt kann das neue Jahr 2011 kommen.
Ich habe mit dem Blog nun schon häufig über die Thematik der illegalen Downloads berichtet und viele Leute danach gefragt. Es gab viele unterschiedliche Meinungen und Lösungsansätze. Wie stehst du zu dem Thema?
Eine einzige vernünftige Lösung zu dem Thema zu präsentieren ist extrem schwierig und für mich eigentlich unmöglich. Es gibt einfach zu viele Seiten die man dabei versuchen muss zu berücksichtigen.
Jedem vernünftigen Menschen sollten die Interessen der Künstler, Labels, Verlage und Verwertungsgesellschaften bekannt sein. Ich würde aber gerne in dieser Diskussion einen neuen Aspekt beleuchten, der leider nie aufgebracht wird wenn man über das Thema spricht: Die Freiheitsinteressen aller Internet Nutzer. Vor allem die Nutzer, die sich nichts zu schulden kommen lassen, die sind nämlich in der Mehrheit im Netz unterwegs. Dass illegale Downloads nicht rechtens sind, muss man leider heutzutage Jugendlichen schon erklären, da sie es nicht anderes kennen gelernt haben. Die Schuld daran liegt leider auf der Seite derer,
die am lautesten nach dem Three Strike Modell brüllen. Sie wollen, dass jemand der 3-mal beim Downloaden erwischt wurde bestraft wird, und keinen Zugang zum Netz mehr erhält. Zur Erfassung der Täter wird praktisch die Freiheit aller Bürger, also auch die der mehrheitlich Unschuldigen, eingeschränkt. Die totale Überwachung des Netzes wäre die Folge. Das hat aber extrem weitreichende Folgen, vor allem für die, die sich nichts zu Schulden kommen lassen, denn diese Nutzer werden auch vollständig und total überwacht. Es ist zu befürchten, dass es so weit kommt, dass die einzige übrig bleibende Restfreiheit des Bürgers nur noch darin besteht, nichts mehr online zu erledigen. Es ist auch extrem erschreckend, wie tief wir uns schon in diesem Big Brother Szenario befinden. Und wem das nichts sagt, ich meine nicht die TV Sendung.
Es gibt Leute, die fordern das Three Strike Modell aus Frankreich hier einzuführen. Wäre das die Lösung für die Probleme der Musikindustrie?
Ich finde, dass die Probleme, die aus der totalen Überwachung aller User entstehen schwerer wiegen als die Probleme der Musikindustrie durch illegale Downloads. Das bedeutet, unser aller Freiheit wird eingeschränkt, weil eine Minderheit Illegales tut. Wenn man das in die reale Welt überträgt, dann würde das bedeuten, dass man nicht nur im CD-Laden von Kameras und Hausdetektiven beobachtet wird, sondern dieselben Kameras und Detektive vor deinem Haus stehen und auf dich warten, dass du raus kommst. Es bedeutet, dass die ganze Zeit, egal wo man sich aufhält, Kameras und Detektive dabei sind einen zu beobachten.
Das kommt einer Verurteilung gleich, ohne dass man eine Straftat begangen hat. Wenn man diese totale öffentliche Überwachung einführen würde, dann wären die Proteste riesig. Es wird ja schon über die Kameras diskutiert die bereits im öffentlichen Raum vorhanden sind. Was wäre dann los, wenn man an jedem Ort und jeden Winkel Kameras anbringen würde?
Überall wäre von „Stasi Methoden“ die Rede. Es würde Demos geben und es würde von der Einschränkung der demokratischen Freiheit die Rede sein. Aber wenn man dasselbe mit dem Internet plant, kümmert sich kein Schwein darum. Das ist irgendwie auch verständlich. Denn die virtuellen Kameras und Detektive, die uns dann im Internet verfolgen sollen, bei allem was wir tun, die können wir nicht sehen. Und deshalb wirkt es nicht so bedrohlich.
Dabei sind die Bedrohungen dieser virtuellen Überwachung wesentlich gefährlicher als ein paar Kameras auf öffentlichen Plätzen. Hinzu kommt, dass, wenn erst einmal bestimmte technische Möglichkeiten eingerichtet sind, diese auch immer vom Menschen missbraucht werden. Ein Beispiel: Es wurden Kameras auf den Autobahnen Deutschlands eingerichtet, um durch eine Nummernschild Kontrolle Schwarzfahrende LKWs zu finden, die die Maut Gebühr nicht bezahlt haben. Allerdings wurden in einigen Bundesländern alle Nummernschilder aller Autos gespeichert. Diese Nummernschilder wurden dann mit Fahndungslisten der Polizei abgeglichen. Eine völlige Zweckentfremdung des Systems. Wie konnte das passieren? Ganz einfach, weil es möglich war. Das, was möglich ist zu tun, wird auch irgendwann getan.
Was hat deiner Meinung nach die Musikindustrie hinsichtlich der “illegalen Downloads“ verpasst? Hätte diese Entwicklung verhindert werden können?
Ja, aber das was die letzten 12 Jahre passierte wäre nur theoretisch abwendbar gewesen. Praktisch konnten diese Firmen aber nicht selber ihre Probleme lösen, weil sie und ihre internen Strukturen niemals dafür geschaffen wurden. Das Geschäftsmodell war ein völlig anderes, als das was durch das Internet nötig gewesen wäre. Deshalb wundert es mich null, dass es so gekommen ist. Die Strukturen und Arbeits-und-Entscheidungsabläufe in solch riesigen, weltweit agierenden Unternehmen sind noch nie dafür ausgelegt gewesen, auf solch revolutionäre Veränderungen angemessen zu reagieren. Was nicht bedeutet, dass ich die Unternehmen von ihrer Verantwortung freispreche. Sie sind selber Schuld an der Misere. Deshalb mussten erst fremde Firmen mit neuen revolutionären Ideen kommen, die die Fehler der Musikindustrie einigermaßen beheben konnten. Aber selbst heute sorgen immer noch dieselben veralteten Strukturen und Denkansätze in diesen Firmen für Entscheidungen, die völlig unvernünftig und sogar komplett entgegen den Wünschen ihrer eigener Künstler sind.
Der Wahnsinn regiert.
Was würdest du dann einem Künstler in der heutigen Zeit raten?
Ich kann jedem Künstler nur folgendes empfehlen: Akzeptiert die Realität wie sie gerade ist. Befreit euch von der alten Denke, Tonträger veröffentlichen zu müssen, um dann damit Geld zu verdienen. Musik sollte man aus Spaß machen, nicht weil man damit Geld verdienen will oder muss, weil man angeblich nichts anderes kann. Man muss eigenständig sein und sehr viel alleine machen, um die Kontrolle zu behalten. Man sollte die Minenfelder dieses Geschäfts verstehen, also kauft euch Bücher und lernt etwas über die Systematik der Musikbranche.
Macht keine Verträge ohne Anwalt. Es ist schön, wenn eure Homies euch feiern. Aber wirklich unterhalten solltet ihr Menschen, die nicht eure Homies sind. Seid kreativ und denkt euch etwas aus, was kein anderer Künstler macht, den ihr kennt. Seid positiv, eure Fans sind das wichtigste. Niemand hat Bock jemanden jahrelang zu unterstützen, der ein Arschloch ist.
Das gilt auch euren Partnern gegenüber, mit denen ihr zusammenarbeiten müsst. Seid zuverlässig und gut organisiert. Denkt daran, dass es 100.000 gibt wie euch, die ein großer Star sein wollen. Und dann seid euch bewusst, dass es in Deutschland vielleicht 100 Menschen gibt die wirklich und ausschließlich von Rap und HipHop leben können. Wenn ihr dann die sehr geringe Anzahl der Rapper nehmt, die unter diesen 100 vertreten sind, dann solltet ihr euch überlegen, ob es nicht smarter für eure Lebensplanung ist, einen vernünftigen Schulabschluss zu erlangen. Seid euch bewusst, dass es extrem viel Arbeit ist. Es wird wahrscheinlich Jahre dauern bis ihr wirklich Erfolg habt. Es geht nur dann schneller, wenn ihr extrem viel arbeitet. Das bedeutet, dass man von 16 Stunden am Tag wahrscheinlich 14 Stunden an der Kunst arbeiten muss. Nicht nur 2 Stunden und den Rest macht dann der Manager, der aber auch nur 2 Stunden daran arbeitet. Wer das nicht hinbekommt, lässt es am
besten gleich ganz sein. Musik hören statt machen ist doch auch schön.
Neben den „illegalen Downloads“ scheint der Umsatz mit legalen Downloads allerdings auch zu steigen. Glaubst du, dass es der guten alten CD bald so geht wie jetzt dem Vinyl? Kaufen bald nur noch Sammler eine CD?
Das passierte bereits. Vor 4 Jahren gab es HipHop CDs, die kosteten 250 Dollar. Zum Beispiel Steady Bs Album „Going Steady“. Auch einige Fat Boys CDs kosteten damals bis zu 150 Dollar. Das liegt daran, dass viele Leute die CDs in den 80s nicht gekauft hatten und da sie heute Out Of Print sind, also nicht mehr hergestellt werden, muss man für die wenigen Exemplare am Markt viel Geld bezahlen. Gerade auch, wenn es um kleine regionale CD Auflagen geht, mit schlechtem Vertrieb können die Preise sehr hoch sein. Devin The Dudes erstes Album “Fadanuf Fa Erybody“ von seiner damaligen Crew Odd Squad, hat vor 4 Jahren 500 Dollar gekostet. Aber die Preise sind seitdem etwas gesunken. Für die CD „Ass, Gas Or Cash“ von K-Dee, der früher mit Ice Cube in der Crew C.I.A. war, muss man heute ca. 100 Dollar hinlegen. Und „The South Park Psycho“ von GANKSTA N-I-P kann auch schon mal 65 Dollar kosten. Ich frage mich eher, wann es rare MP3s gibt.
Du hast mal gesagt: „Ich bin leider auch ein Opfer von MP3 geworden. “Wieso leider und ist es nicht eigentlich viel schöner, eine CD in der Hand zu haben als es bei iTunes & Co zu ziehen?
Eine CD in der Hand zu halten, fand ich nie sonderlich spannend. Ich bin ursprünglich ein Kind der alten Schule des Vinyls. Ich habe jahrelang danach gesucht und in staubigen und mumpfigen Kisten danach gebuddelt. Und einige Tausend davon befinden sich in meinem Besitz. Bei Vinyl gibt es das grössere Cover. Und nicht nur das Artwork, sondern auch die ganzen Infos in den Linernotes sind mir extrem wichtig. Ich bin nämlich ein absoluter Informationsjunkie. Allerdings finde ich im Netz heute alle Infos, die ich brauche und dazu noch viel mehr als in den Linernotes. Was ich auch feststellen musste ist, dass es mir nicht so sehr um das Medium geht, auf dem ich Musik erfahre, sondern es geht um die Musik. Einzig und allein um die Musik. Und obwohl MP3s eine ohrenbeleidigende Qualität aufweisen, sind die Nutzungsvorteile doch so hoch, dass selbst ich als Vinyljunkie untreu wurde. Das meinte ich damit, als ich sagte, dass ich inzwischen ein Opfer von MP3s geworden bin.
Ich habe das Gefühl, die Verkaufszahlen und die Chart-Einstiege aus dem Bereich Rap werden immer weniger (natürlich mit Ausnahmen), was fehlt der Szene?
Ich habe da eigentlich eine andere Wahrnehmung. Meinem Eindruck nach gab es 2010 so viele Chart einstiege für Deutsche HipHop Künstler wie noch nie. Aber bei den Verkaufszahlen bedeutet das heute nichts mehr. Und was leider auch immer gemacht wird, ist die Chartplatzierungen mit dem künstlerischen Wert gleichzusetzen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es gibt Dreck in den Charts und hochwertige Musik außerhalb der Charts und andersherum.
Was den meisten Rappern fehlt, sind neue Ideen. Oder noch genauer, ihnen fehlt die Fähigkeit zu erkennen, dass sie neue Ideen brauchen. Es wäre eigentlich lustig zu beobachten, wenn es nicht so ein Trauerspiel wäre, mit welch selbst überschätzendem Weltherschafftsanspruch ein Großteil der Rapper auftreten, nur um dann in der Realität in der Belanglosigkeit des sub-kreativen Standard Kopierens herumzustraucheln. Gepaart wird das Ganze dann noch mit Unzuverlässigkeit und übertriebener Faulheit.
Du scheinst dich auch mit Newcomern aus Deutschland zu beschäftigen, du hast zum Beispiel auch großen Anteil an dem Rockstah Hype. Beschäftigst du dich häufig mit jungen hungrigen Künstlern, die du irgendwo im Netz findest?
Natürlich, ich freue mich immer, wenn ich einen spannenden neuen Künstler entdecke. Allerdings würde ich sagen, dass 90% aller Rap Musik, die ich zu hören bekomme, unnötig ist. Der Rest befindet sich in Entwicklungsphasen hin zu etwas Großartigem, ist dort aber noch nicht angekommen. So finde ich z.B. die frühen Rockstah Stücke nicht annähernd so gut wie seine aktuellen Songs. Der Rest der Elite befindet sich in seiner Hochphase, muss aber immer darum kämpfen auch dort zu bleiben.
Die wirklich kreativen, neuen und interessanten Sachen passieren nur hier. Eines muss ich dazu noch feststellen. Das hat sehr wenig mit meinem Geschmack zu tun. Von der kreativen Elite muss ich privat nicht unbedingt alles hören. Aber alle kreativen Impulse, die die Kunst Rap und die Kultur HipHop vorantreiben, kommen von dort.
Wie blickst du derzeit auf die Szene und wie siehst du die Entwicklung in den letzten 3 Jahren?
Die Entwicklung der letzten 3 Jahre finde ich sehr spannend. Es gibt sehr kreative Ansätze in verschiedenste Richtungen und das bedeutet, dass HipHop entgegen des öffentlichen Images gesund ist. Und das ist mir
immer wichtig.
Du hast einige Zeit für VIVA 2 (Supreme) gearbeitet, würdest du heute bei einem passenden Angebot ins klassische Musikfernsehen zurückkehren? Kamen in den letzten Jahren eventuell sogar Angebote?
Wo ist denn dieses klassische Musikfernsehen heute? Im Pay TV? Das klassische Musikfernsehen hatte mit ähnlichen Problemen wie die Musikindustrie zu kämpfen. Und sie haben genau so sinnvolle Entscheidungen getroffen wie die Musikindustrie, und sich damit selber unnötig gemacht. Es ist auch hier ein Trauerspiel, wie man z.B. aus einer der wichtigsten TV Marken der 80er und 90er eine unbedeutende Reality TV Abspiel-Klitsche machte, die jetzt ins Pay TV wechseln muss. Das klassische Musikfernsehen machen heute andere, z.B. wir. Wenn auch in einer moderneren Form.
Du hast vergangenes Jahr in einem Interview gesagt, der Job bei Melting Pot Music ruht. Ist das immer noch so? Wenn ja, warum?
Zeitlich bin ich nicht mehr in der Lage das zu machen. Und auch musikalisch sind sowohl Melting Pot als auch ich auf unterschiedlichen Pfaden unterwegs, weswegen ich nicht mehr wie früher passende Musik auf
dem Label platzieren könnte.
In diesem Interview hast du auch gesagt, dass du viel Musik anhörst und davon 80% nicht gut findest. Ist das immer noch so? Nervt es dich nicht viel Musik hören zu müssen, die schlecht ist?
Die gesamte Musik die ich mir anhöre ist sicherlich zu 80%-90% Schrott, aber dass ich mich da durch buddeln muss stört mich nicht, weil ich ja immer wieder Goldstücke finde. Ich liebe Musik, und ich BRAUCHE Musik.
Und deshalb kann ich gar nicht anders als weiter nach guter Musik zu suchen. Aber die Quote war schon immer so. Es ist also keine neuzeitliche Entwicklung die mich überrascht hätte. Ich bin ja nur 2 Klicks von der Erlösung entfernt. “Skip” und “Delete” und ich hab meine Ruhe. Was mich nervt ist, dass alle Denken sie übernehmen das Game, dabei übernehmen sie sich meist nur selber.
Ich habe das Gefühl, dass vor allem die jüngeren Hörer sich gar nicht mehr mit den Wurzeln der Musik auseinandersetzen. Siehst du das als Problem der Szene und wenn ja, wieso ist das deiner Meinung nach heute so?
Die Wurzeln von HipHop liegen jetzt 36 Jahre zurück. Das ist eine Menge Musik, die man aufholen muss. Und ich verstehe schon, dass es etwas anstrengend ist, aufgrund der Veränderungen von Stilistiken sich da rein
zuhören. Außerdem muss man akzeptieren können, dass für den Großteil der Menschen HipHop nur eine Phase in ihrem Leben darstellt.
Diese Phase dauert evtl. nur 4-5 Jahre und danach werden andere Dinge wichtig für sie, wie Arbeit und Familie. Das ist völlig normal und passiert nicht nur im HipHop. Es ist mir aber lieber wenn sie sich in
der Phase mit HipHop beschäftigen als mit etwas anderem.
Von vielen alten Hasen aus der Szene hört man nicht mehr so viel. Von z.B. ABS kam lange nichts mehr, die Stieber Twins sieht man nur hin und wieder auf Deutschlands Bühnen und Curse hat jetzt seine Karriere beendet. Wie siehst du das? Eine normale Entwicklung oder der aktuellen Lage der Szene geschuldet?
Das ist völlig normal. Wie auch bei den Fans beschrieben, gibt es hier normale Entwicklungen hin zu Beruf und Familie. Dann wird die Zeit einfach knapp. Und die Entscheidung von Curse verwundert mich jetzt auch
nicht. Wenn jemand über 20 Jahre Musik macht, und immer in einem Genre, dann hat man schon so viel gesehen und erlebt, dass es kaum noch Überraschungen oder neues für einen selber gibt, was man spannend
findet. Also muss man ausbrechen und andere Dinge tun, um wieder eine Herausforderung zu haben.
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