Hey Leute,
die Vorfreunde war groß, denn es hieß mal wieder: Casper live in Köln. Diesmal im Rahmen der Tour “Der Druck steigt” in der Live Music Hall. Im Vergleich zur “Erst wenn MTV wieder Musik spielt” Tour ein großer Schritt für den Wahl-Berliner, denn die Live Music Hall ist locker doppelt so groß wie das Underground.
Bilder von Christian Odenhausen
Schon um 18.30 Uhr war Einlass, erster herber Schlag: Man ließ uns nicht filmen. Wieso? Keine Ahnung, denn einen Grund konnte uns das Sicherheitspersonal nicht nennen. Schade. Jetzt hieß es warten, denn neben einer Vorband, ließ sich Casper eine Menge Zeit endlich anzufangen. Nunja irgendwann ging es dann endlich los und zu unserer Enttäuschung mussten wir feststellen, lange nichts Neues hören zu können. Casper spielte fast das komplette Programm der letzten Tour und ändert nicht sonderlich viel im Vergleich zu Festivals, so kam es uns zumindest vor. Wenn es hochkommt, waren 3-4 neue Songs im Programm, nicht unbedingt viel, wenn man mich fragt. So war die Casper Tour schon mal nicht das, was ich persönlich erwartet hatte. Klar, die Stimmung war gut, die Musik hat gestimmt, aber irgendwie hatte man nicht das Gefühl, man hatte sich was einfallen lassen.
Da wünscht man sich als Fan doch ein wenig Abwechslung, vielleicht 2-3 neue Versionen von bekannten Songs, mal ein paar unveröffentlichte Songs oder Songs, die man noch nie gespielt hat. Hier und da fand man sowas dann schon, aber es war leider eine seltene Ausnahme.
Nichtsdestotrotz war es natürlich ein ordentlicher Auftritt von Casper, wenn man bedenkt, dass man XOXO Songs wie Alaska, Michael X, das Grizzly Lied oder Kontrolle/Schlaf live hören durfte. Da stellen sich dann schon mal die Haare auf, weil Casper es natürlich auch zu verstehen weiß, Gänsehautstimmung zu verbreiten.
Doch ohne viel von Casper persönlich mitbekommen zu haben, man hatte irgendwie das Gefühl, es hat sich seit dem großen Erfolg irgendwas verändert. Allein von der Stimmung war der Auftritt im Underground eine ganz andere Hausnummer. Für mich persönlich war es ein deutlich Rückschritt von Casper, schade.
PS: Unnötig war im Übrigen auch der stumpfe Seitenhieb gegen Kool Savas auf der Bühne. Somit war es auch noch ein Eigentor, weil er Savas etwas unterstellte, was eigentlich typisch für Curse war und nicht für Live-Auftritte des ehemaligen Optik Records Chefs. Sollte wohl lustig sein und wahrscheinlich auch irgendwo eine kleine Antwort auf die Aussagen von Kool Savas im Interview mit Visa Vie.
[Galerie nicht gefunden]loading...

