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Review zum DLG Album “Kapitel 0″

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Hey Freunde,

als DLG die ersten Hörproben von Kapitel 0 ins Netz stellte, wuchs die Vorfreude. Diese Vorfreude verflog schließlich vor wenigen Tagen. Grund dafür ist, dass ich endlich Kapitel 0 hören durfte. DLG stellte mir das Album schon einige Tage vor dem Release zur Verfügung. Somit gibt es jetzt die Review zu Kapitel 0.

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Debütalbum von DLG: Großer Erwartungen

Ich hatte große Erwartungen an das neue DLG Album “Kapitel 0″, zumal die Hörproben sehr vielversprechend waren. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden, lasse ich an dieser Stelle offen. DLG beginnt mit “Die Einführung” mit schon fast ungewohnten Klängen von DLG. Er geht voran, wird lauter, steigert sich und eröffnet das Album mit einem Knall. Erwartet man nicht, wenn man sich die ersten Sekunden des Beats anhört..

“Auch wenn die Juice noch nicht weiß, wer ich bin, sag ich “Kapitel 0″ wird fünf von sechs Kronen gewinnen, denn die sechste Krone trägt der King – Savas!”

Es folgt ein interessanter Themensong, indem sich DLG als “Architekt” sieht. Er baut sich etwas auf, natürlich auch im Bezug auf seine Musik, doch ebenso hinsichtlich seines Lebens. Auch hier finde ich, grundsätzlich ein ungewöhnlicherer DLG-Song, was nicht heißt, dass er schlecht ist.. im Gegenteil. Mit fließendem Übergang geht es zum Titelsong des Albums, ein Song, den ich genauso erwartet habe und als einen der stärksten Songs sehe. DLG in Hochform, mit feinem Flow, textlich ausgeklügelt und schöner Untermalung in Form des Beats von ihm selbst.

“Das ist das Intro zum besten deutschsprachigen Album mit Herz und Seele”

Kein Weg zurück, ein Song zu dem ein Video in Paris gedreht wurde und irgendwie klingt es am Anfang auch nach Frankreich. Auch hier höre ich einen Song, der absolut zu DLG passt, er wird persönlich, erzählt aus seinem Leben und blickt in die Zukunft. Trotz dem starken Inhalt lässt er Technikfans nicht im Regen stehen. DLG hat eben viele Seiten..

Und schon sind wir bei “Mesut Özil” mit dem einzigen Feature auf Kapitel 0. Freund und Rapper-Kollege Separate unterstützt den jungen Dortmunder. Ich höre den Song und denke schon jetzt an die kommende Grillsaison. Perfektes Wetter, netter Geruch vom Grill und ein kühles Bier. Sehr chilliger Song von den Beiden und ein absolutes Highlight. Hier natürlich nicht zu vergessen, der Beat. Verdient sich das Prädikat “perfekt”, denn hört man den Song kann man sich keinen anderen Beat dazu vorstellen. Eine Richie Rocafella Produktion.

“Du bist wie ein Taschendieb auf dem Trödel, deswegen halt’ ich die Augen offen wie Mesut Özil”

Der letzte Zug in Richtung Nichts” ist genau das, was der Titel verspricht. Eine Geschichte rund um den Zug in Richtung Nichts, gepickt mit Auszügen aus dem Leben. Hier steckt eine Menge Persönlichkeit drin und DLG zeigt sich so, wie man ihn kennt und feiert. Genauso geht es weiter, DLG präsentiert “Mann im Mond“. Es wird nachdenklicher, es wird persönlich und bis hierher verliert das Album nicht an Qualität. Kein Skipkandidat oder Ähnliches. Man lobt DLG immer wieder für den Inhalt in den Songs, doch vor allem bei diesem Album ist der rote Faden zu erwähnen. DLG erzählt aus seinem Album, er ist persönlich, bietet dennoch Abwechslung und bleibt sich treu. Und das sowohl vom Sound als vom Style. Genau das hört man eben auch beim Song “Nochmal“. Wunderbar!

Der nächste Song “Herbstwind” fällt im Gesamtbild des Albums nicht ab. Es sind keine hohlen Phrasen, es ist wiederum persönlich und es ist in Sachen Beat perfekt untermalt. Man merkt, Exzact und DLG sind ein musikalisches Dreamteam, da passt es einfach.

Mitternacht ist die Hymne des Albums, denn beschäftigt man sich mit DLG, so weiß man wie das Album entstanden ist. Nachts geschrieben, nachts aufgenommen und nachts Texte geschrieben. Ich erinner’ mich da gerne an ein Gespräch mit David aka DLG, es war irgendwann in der Nacht. Mitten im Gespräch schien ihm eine wundervolle Idee für einen Song gekommen zu sein und hat diese verwirklicht.

“Ich geh um Mitternacht zurück zu Kapitel 0″

“Manchmal bin ich froh, dass wir Mitternacht haben, denn in der Dunkelheit muss ich die falschen Menschen nicht sehen und ertragen.”

Und da ist er wieder der DLG vom Beginn des Albums, er geht nach vorne, er flowt und beweist erneut.. auch das kann er. Nichtsdestotrotz verliert er nicht den Inhalt, denn er präsentiert seine persönliche “Abrechnung“. Mit einer leicht gesungenen Hook zeigt er erneut eine neue Seite und das eindrucksvoll.

Zwar wird es jetzt wieder ruhiger, doch das stört nicht im Vergleich zum Vorgänger. Es geht um eine Frau, um die Frau der Sonne. An gewissen Stellen sollte man Songs nicht kommentieren, denn diesen muss man einfach hören oder zumindest lesen, also ich zitiere:

“Sie ist die Frau der Sonne, ich hab dir Bücher geschrieben, die Leute kennen dich heute als One Love – Eine Liebe, meine Bibel, meine Zauberei auf Papier..”

Zwischen den Parts kommt man in den Genuss einem wundervollen Beat mit perfekter Sampler-Wahl zu genießen. Das berührt! Mittlerweile sind wir am Ende des Albums angekommen, es folgen nur noch zwei Songs. Dabei geht es um “Senelis” und “Brief an mich“. Genau bei diesen Songs ist es wiederum schwer sie zu kommentieren. Es wirkt unfassbar persönlich, eine Geschichte aus dem Leben von DLG.

Fazit: Erwartungen erfüllt und..

.. übertroffen! DLG zeigt inhaltlich großartige Songs, zeigt Flowwechsel, zeigt interessante Konzepte und einen roten Faden durch das ganze Album. Man merkt nahezu in jedem Song, DLG hat sich hingesetzt und Gedanken gemacht. Das merkt man allerdings nicht an den schon gelobten Dingen, sondern auch an Details. Der Song “Mesut Özil” endet sowohl bei Separate als auch bei DLG ähnlich oder bei “Der letzte Zug in Richtung Nichts” beginnen die einzelnen Parts ähnlich. Das schöne an dem Album ist, es wird nicht langweilig. Man findet immer wieder was, was einem vorher nicht aufgefallen ist. Großes Kino von DLG!

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John Michael Dorian aka JD: Ein Rap-Fan und Arzt. Im Sacred Heart ausgebildet und dank seiner Freunde Turk, Elliot, Carla, Perry und dem Hausmeister zu dem geworden, was er heute ist.

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