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Fansicht: Chakuza, RAF Camora & Joshi Mizu – ZODIAK (Fan-Reviews)

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Normal schreiben Bazty, Oli oder ich die Reviews für JDs Rap Blog – nun habe ich mir etwas anderes einfallen lassen. In Interviews haben wir viel über das Feedback von Fans gesprochen, bei Facebook frage ich die Rap-Fans oft danach und jetzt haben sie einen Platz auf JDs Rap Blog. Hiermit starten wir die Fan-Reviews. Beim ersten Teil haben wir uns „ZODIAK“ von Chakuza, RAF Camora und Joshi Mizu rausgesucht. Nach einem Aufruf bei Facebook schickten mir einige sehr nette Menschen tolle Nachrichten und später ihre persönliche Einschätzung zum Album. Frei von der Leber weg und ohne irgendwelche journalistischen Gedanken.Wenn du auch dabei sein willst, dann werde Fan bei Facebook und halte nach den Aufrufen zur „Fansicht“-Ausschau: JDs Rap Blog bei Facebook

Marcel W.:
Das Album geht meiner Meinung nach gut ins Ohr. Das Intro ist ein super Einstieg! Die etwas „deeperen“ Tracks auf dem Album passen gut auf das Album und in das Konzept. Allerdings kam es mir beim ersten mal Anhören so vor, als hätte Chak ein paar Zweckreime geschrieben. Beispiel: „Da kommt dazu, dass ich tagsüber nichts als popo lickin‘ tu“ (Bombe feat. Joshi Mizu) – Alles in allem ein sehr gelungenes Album! Pflichtkauf!

Bewertung: 4 von 5

Arthur R.:
Nach allen Musikvideos und den lustigen „School of Hip Hop“ Blogs, die vor dem Album erschienen sind, habe ich mich sehr auf das Zodiak Album gefreut und es hat mich nicht enttäuscht. Eine Mischung aus 808 Drums und Old School Elementen die RAF Camora perfekt zusammenführt, geben dem Album ein perfektes und einheitliches Soundbild. Chakuza, Raf Camora und Joshi Mizu rappen solide. Textlich find ich es ehrlich gesagt auch nicht so schlecht, wie es manchmal in Kommentaren dargestellt wird. Es gibt auf dem Album mehrere Thementracks mit guten Texten bei den Tracks, die nach vorne gehen sind auch coole und lustige Punchlines dabei. Alles in allem kann man sagen, dass Zodiak ein gutes Album ist, dass mit einem eigenem Style und Sound aus der Masse herraussticht.

Bewertung: 4 von 5

Nils A.:
Grundsätzlich ist es ein Album, das mich voll und ganz erzeugt. Dafür sind nicht zuletzt die klasse produzierten Beats verantwortlich, diese passen allesamt super zusammen und hören sich klasse an. Doch auch die vortragenden Rapper bieten eine super Perfomance. Während manche Tracks textlich vielleicht kompletter Nonsens sind, aber dadurch nicht weniger gut sind, gibt es einige Tracks, die auch gerne mal zum Nachdenken anregen. Die französischen Hooks, die von RAF Camora präsentiert werden, sind für mich das Highlight dieses insgesamt sehr runden Albums.

Bewertung: 4 von 5

Marcel R.:
Zodiak ist für mich im Gesamtpaket ein gelungenes Album. Man merkt einfach, dass die zwei/drei einfach Lust drauf hatten mal wieder ordentlich auf die Kacke zu hauen, was ihnen auch gelungen ist, wie man sehr stark an Tracks wie „Klepto“ oder auch „Der Wahrheit“ hört. Es sind aber auch sehr entspante Tracks wie ein „Herz für Hater“ oder auch „Brot&Diamanten“, die man gerne nach Feierabend zum Abschalten, hört. Natürlich gibt es auch negative Aspekte für mich, z.B. die Feature-Aahl ist halt Geschmackssache. Auch die Promo Aktion waren sehr amüsant „School of Hiphop“ habe ich so in der Art noch nicht gesehen. Ich hoffe die Jungs werden ihren Erwartungen gerecht.

Bewertung: 3 von 5

Marco H.:
Ich wusste ja, dass das Album geil wird, aber es hat jegliche Erwartungen übertroffen! Jeder Song hat ein anderes Thema & damit ist das Album ziemlich vielseitig. Chakuza zeigt seine zwei Seiten, also die harte, aber auch die melancholische Seite. Raf zeigt sich ebenfalls von seiner besten Seite. Joshi zerstört flowmässig, aber jeden auf dem Album! Auf der Premium Edition beim Song ‚Sags ihnen‘ macht Sierra Kidd das Album mit seinem Part dann noch perfekt! Jeder Song ein Hit & selbst die Strophen haben teilweise Ohrwurmfaktor. Die französischen Hooks sind einfach übertrieben gut!
Alles in allem ist Zodiak ein richtig gutes Album das man nur weiter empfehlen kann.

Bewertung: 5 von 5

Gilbert E.:
Ich glaube, ich keinem anderen Musikgenre ist der Ruf der Fans nach einer erneuten Beschreitung von bereits hinter sich gelassenen Wegen durch den Künstler so groß wie im HipHop. Fans fordern von etablierten Rappern, welche teilweise die 30er Grenze geknackt oder sogar weit überschritten haben, einen musikalischen „Rückschritt“ in Puncto Themenauswahl, Produktion, Wortschatz etc. Der 39-jährige Savas muss wieder Stewardessen-Nutten mit der Flak runterholen anstatt melancholisch angehauchte Lieder über Liebe und Freundschaft mit Xavier Naidoo zu schreiben. Der anscheinend von diesem Phänomen psychologisch manipulierte Fler redet gefühlt seit dem Beginn seiner Karriere mit der Veröffentlichung von NDW davon wieder ein Album im „Carlo, Cokxxx, Nutten“-Style zu produzieren. Ein paar Sekunden „Auto-Tune“ sorgen dafür, dass Kollegah Fans ein viertes Zuhältertape fordern, obwohl „Bossaura“ die altbekannte Dichte an Punchlines aufweist wie seine Vorgängerwerke. Et cetera, et cetera. Gründe dafür gibt es viele und sind auch schnell gefunden. Was dabei besonders auffällt ist die Tatsache, dass o.g. Kommentare häufig bei Künstlern auftauchen, die in ihrer Karriere (zeitweise) an die Kredibilität und Echtheit in ihren Songtexten appelliert haben. Fans identifizieren sich nicht nur mit der Musik des jeweiligen Künstlers sondern auch mit der Person selbst. Eigene private Umstände treten dabei in der Vorder- und der musikalische Anspruch immer in den Hintergrund. Das Endprodukt dieses Unterfangens gleicht meistens einer peinlichen und offensichtlichen Selbstausschlachtung.

Als Ende 2013 die ersten mysteriösen Andeutungen in Form von Trailern und Facebookposts über ein eventuelles Raf Camora und Chakuza Album, das in die O-Ton von Chakuza „PfuiPfui“-Richtung geht und mit schlimmen Wörtern gespickt ist, die Runde machten war ich zunächst etwas skeptisch. Ein Raf Camora, der in der Vergangenheit eher durch die Liebe zum Detail und der Freude am Experimentieren als durch eine lockere Herangehensweise zu glänzen wusste und Chakuza, der sich durch „Magnolia“ und seinen Aussagen rund um dieses Album vor allem thematisch und soundtechnisch von seinen früheren Releases abgegrenzt hat, wollen nun einfach ihre Kopf abschalten und wieder Spaß an der Musik haben, wobei Charts, Verkäufe und Marketing eher unwichtig sind? Mein erster Gedanke: Pure Selbstbeweihräucherung!

Auch wenn die Quantität der veröffentlichten Videos, Blogs und weiteren Promotools entgegen der Belanglosigkeit des kommerziellen Erfolges steht, so überzeugt bzw. beruhigt die Qualität vor der Angst eines eventuellen Schnellschusses der beiden. Die vor dem Release ausgekoppelten Singles „Intro“, „Bombe“, „R.A.G.E.“, „F-V-K-K“ „Klepto“ und dem HDF-Video „Die Wahrheit“ verbunden mit den restlichen Representern (u.a. „Zodiak“ und „B.F. Allstars 3“) sind nicht nur wie erwartet gut ausproduziert sondern der bereits erwähnte Spaß bei den Aufnahmen ist deutlich herauszuhören. „Zodiak“ wurde nicht unter Bezugnahme von marktanalytischen Instrumenten am Reißbrett zusammengestellt- es schlägt mit einer Kombination aus brachialen Klängen und „Kein Fick“-Texten den anderen gut durchdachten Marketing-Kampagnen tief in die Magengrube. Hinzukommt ein hungriger Joshi Mizu, der sich aufgrund seines Talentes nicht hinter den beiden festen Rapgrößen zu verstecken braucht. Für eingefleischte Raf. 3.0 und „Magnolia“-Chakuza Fans befinden sich trotz dem propagierten Durchgeknallt-sein einige hörenswerte Anspielstationen wie z.B. „Endlich alt“, „Brot & Diamanten“ und „Danke“, dessen schwere Thematik aufgrund der düsteren Verpackung trotzdem sehr gut mit dem Rest harmonieren und sehr gut in das Gesamtbild passen.

Sicher hat dieses Album nicht die Langlebigkeit der letzten Solo-Alben der beiden Rappern, sicher sind die beiden nicht die Prototypen eines Punchlinerappers und sicher hätte ich mir mehr Raf-Hooks á la „R.A.G.E“ oder „Ein Herz für Hater“ (Achtung: Ohrwurmgefahr!) gewünscht. Aber das vordergründige Ziel „Spaß an der Musik“ wurde vollends erreicht und sorgt ganz nebenbei für eine kurzweilige Hörer-Unterhaltung. So, nun aber wieder an die Solo-Projekte!

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Fansicht: Chakuza, RAF Camora & Joshi Mizu - ZODIAK (Fan-Reviews), 5.0 out of 5 based on 4 ratings
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Marco
Marcel R.
Nils
Arthur
Marcel W.
Gilbert
John Michael Dorian aka JD: Ein Rap-Fan und Arzt. Im Sacred Heart ausgebildet und dank seiner Freunde Turk, Elliot, Carla, Perry und dem Hausmeister zu dem geworden, was er heute ist.

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