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Kool Savas – Märtyrer: Der Review Abschluss

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kool savas maertyrer cover

Erst die Review zu Curse – Uns und nun ist Kool Savas mit Märtyrer an der Reihe. Dieser Beitrag schließt dann wohl die Kategorie der Rezensionen und nun kommt aller Voraussicht nach nur noch der Sampler. Hiermit mache ich nochmal eine letzte Ausnahme, auch das auch nur weil es Kool Savas ist. Mit seinen Alben bin ich aufgewachsen.

Rap!

Besser hätte das Ende des Blogs nicht sein können, ein Savas Album reviewen. Und er gibt den Fans genau das, was man sich nach Aura und Gespaltene Persönlichkeit gewünscht hat. Aura war Rap, allerdings mit einer großen persönlichen Note und vielen poppigen Einflüssen. Wie zu erwarten, steigerte er das bei der Xavas Platte. Nun hoffte man als Fan auf viel Battle-Rap und Beats, die vor allem seine Stärken gut zur Geltung kommen lassen.

So erfindet Kool Savas auf Märtyrer Rap nicht neu. Es ist kein neues Subgenre, kein neuer Sound oder lyrisch eine Platte a lá Curse. Savas flowt unfassbar, hat diese gewisse Aura und die Energie, die man auf den letzten Songs vermisst hat. Dass Märtyrer auch die alten Fans wieder überzeugen könnte, merkte man auf „Matrix“, dem Titelsong sowie „Es ist wahr / S A zu dem V“. Er wirkt hungrig, irgendwie spürt man, dass er über die Zeit, die er der Rap-Szene fern geblieben ist, herausgefordert wurde. Trotz seiner Auszeit ist um seine Person viel passiert, vor allem, weil Kollegah seine Promostrategie zum Teil auf dem Titel „King of Rap“ aufbaute. Auf einigen Songs nimmt er indirekt Bezug auf diese Herausforderung und beweist rund um Energie, Flow und das gewisse Etwas, was ein Rapper mitbringen muss, dass er diese Mucke ist.

Gefällt mir etwas besonders gut, fällt es mir schwer darüber zu schreiben. So wirkt diese Review ebenfalls etwas chaotisch und sprunghaft. Liegt wohl daran, dass ich das Ding hier Freischnauze schreibe. Flow, Energie und den Hunger habe ich schon gelobt. Auch lyrisch bin ich der Meinung, dass er sich im Vergleich zu den letzten Werken gesteigert hat. Während bei den letzten zwei Alben einige Lines noch in Memes endeten, über die man schmunzelte, wirkt Märtyrer durchdachter und dennoch locker. Textlich ist das nicht verkrampft, es wirkt noch immer wie ein Savas Text. Er scheint sie so geschrieben zu haben, dass er sie problemlos live spielen kann und eben auf den Flow / die Technik ausgerichtet ist. Gut finde ich auch, dass er auf die Kritik über seinen Style eingeht und darüber rappt, dass seine Zeit angeblich vorbei sei. „Märtyrer“ ist meiner Meinung nach der Beweis, dass Rap über Rap sowie klassischer Battle-Rap immer noch viel Spaß machen kann. Während z.B. Casper oder Marteria ihre Nischen gefunden haben, hält Savas die Fahne der Rap-Musik hoch und beweist, wer der King im Ring ist.

Insgesamt lebt „Märtyrer“ von Kool Savas von der Energie, seiner Technik sowie der Message. Man hat bei allen drei Anspielstationen das Gefühl, dass er den Beweis antreten möchte, dass er diese Mucke ist und natürlich den Titel des King of Raps weiterhin inne hat. Storytelling, extrem deepe Songs oder die ganz große Überraschung gibt es nicht. Allerdings habe ich das auch nicht erwartet. Ich wollte das – dieses Album! Ich wollte die Mischung aus, ich bekomme Gänsehaut, weil ich diese Musik fühle und ich fühl mich gut, wenn ich das Album höre. Genau diesen Savas wollte ich persönlich hören. Ich könnte ihr mit einer krassen Bewertung ankommen und der Platte 5 von 5 Punkten geben, aber am Ende wollte ich mit dieser Review einfach nur meine Eindrücke und Freude mitteilen. Gut, dass ich Blogger bin und mir wegen sowas hier keiner auf die Finger haut.

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Kool Savas - Märtyrer: Der Review Abschluss, 4.6 out of 5 based on 33 ratings
John Michael Dorian aka JD: Ein Rap-Fan und Arzt. Im Sacred Heart ausgebildet und dank seiner Freunde Turk, Elliot, Carla, Perry und dem Hausmeister zu dem geworden, was er heute ist.

5 COMMENTS

  1. Wirklich Schade um den Blog. Auch wenn ich in letzter Zeit weniger Rap hörte…JD´S Rap Blog war Pflichtlektüre.
    Viel Erfolg mit für die Zukunft!!!

    Frank sein Zander!

  2. Bisher hatte ich keine Chance in das Album reinzuhören.. wird jetzt aber nachgeholt.

    zum Blog-Aus: Viel Glück weiterhin. Schade um diese Pflichtlektüre zum Thema Rap…

  3. Seitdem das Lied veröffentlich wurde, höre ich es rauf und runter.
    Es gefällt mir richtig gut und freue mich schon wieder auf neue Songs.

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